Pflege und Wartung von Garnknotern bzw. deren Komponenten

Grundsätzlich bieten die Maschinenhersteller ausreichend Hinweise zu Einbau, Funktion und Wartung von Pressen und Garnknotern, die auf die jeweiligen Maschinentypen abgestimmt sind. Generell kann man jedoch sagen, dass in allermeisten Fällen Fehlfunktionen, die während der Bindung auftreten, nicht in den Garnknotern, sondern im Umfeld des Garnknoters zu suchen sind.

Folgende Fehleinstellungen und Mängel im Bindesystem kommen vor:

  • das Garn wird nicht vernünftig an den Garnknoter zugeführt
  • es besteht eine Fehlstellung der Garnzuführungsorgane wie Garnriegel, Unternadel, Obernadel
  • die Fadenspannung ist nicht ausreichend
  • die Garnqualität ist nicht ausreichend
  • es besteht Verschleiß (Beschädigungen) der Garnführungsorgane

Einige Komponenten der Garnknoter unterliegen Verschleiß und müssen regemäßig überprüft und ggf. ausgetauscht werden (Einfach- wie auch Doppelknoter):

Knoterscheibe

Knoterscheibe

Auch Knoterscheiben verschleissen.

 

Triebel

TriebelSchneckentriebel und Hakentriebel: Sind diese verschlissen, können sie nicht korrekt in die Verzahnung der Knoterscheibe eingreifen. Dies kann u.U. sogar zu Bruch an Knoterrahmen und -scheibe führen. 

 


Knoterhaken und Messerhebel

Knoterhaken und MesserhebelVerschleißkerben in Hakenkopf und Knoterhaken-Zunge oder verbogene Zungen führen zu Fehlbindungen.

Messerhebel: Verschleiß in der Garnführung am Messerhebel führt zu Beschädigungen des Garns, dass Garn reißt während der Bindung.


Garnklemmung

GarnklemmungGarnhalter und Mitnehmer: Diese bestimmen die Haltekraft des Garns im Knoter. Bei Verschleiß ist die Haltekraft beim Pressen und während der Bindung nicht mehr gegeben, es kommt zur Fehlbindung

 

 

Schmierungshinweise

Bei Pressen mit Zentralschmieranlagen sowie mit manueller Schmierung bitte die Hinweise der Pressenhersteller beachten.

Wenn keine Vorgaben seitens der Hersteller bestehen: Alle Schmiernippel am Knoter täglich vor dem Einsatz der Presse mit Fett versorgen. Empfehlung: weiche, geschmeidige Kalk- oder Lithiumseifenfette der Penetrationszahl 2 oder 3 nach DIN 51825.


 
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